Die wichtigsten Begriffe des Travel Managements im Überblick.

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2-Letter Code
 
Oder auch Zwei Letter Code. Es handelt sich um eine Kurzbezeichnung im Flugver-kehr, die sog. IATA Codes für Fluggesellschaften. Sie werden von der International Air Transport Association vergeben und bestehen aus einer Kombination von zwei Buchstaben und/oder Ziffern.
Die Codes finden vor allem Verwendung bei der Ausgabe von Flugscheinen und in Fluggastinformationssystemen. Der IATA Code bildet die ersten beiden Stellen einer Flugnummer, zum Beispiel LH 485 (Lufthansa).
 
3-Letter Code
 
Oder auch Drei Letter Code bzw. Airportcode. Es handelt sich um eine Kurzbezeich-nung im Flugverkehr, die sog. IATA Codes primär für Flughäfen und/oder Städte. Sie werden von der International Air Transport Association vergeben und bestehen aus einer Kombination von drei Buchstaben.
Die Codes findet sich in den Reservierungssystemen, auf den Tickets und Gepäck-anhängern. Der IATA Code wird o
ft aus den Anfangsbuchstaben der Stadt bzw. des Flughafens gebildet, zum Beispiel FRA für FRAnkfurt oder HAM für HAMburg.
 
3-Monats-Regel
 
Oder auch Drei-Monats-Regel. Verpflegungspauschalen dürfen nur für die ersten drei Monate einer beruflichen Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte berücksichtigt werden.
Sofern eine Unterbrechung der beruflichen Tätigkeit an derselben Tätigkeitsstätte - ohne Berücksichtigung einer beruflichen Veranlassung - mindestens vier Wochen andauert, führt das zu einem Neubeginn der Dreimonatsfrist. Eine neue Dreimonats-frist beginnt aber nicht, wenn der Mitarbeiter an einem anderen Tätigkeitsort inner-halb eines Betriebsgeländes tätig wird. Sie beginnt jedoch dann neu, wenn es sich um betriebliche Einrichtungen verschiedener Auftraggeber handelt.
Für Arbeitnehmer mit häufigem Ortswechsel (z.B. Handelsvertreter) und für auswär-tige Tätigkeiten an Betriebssstätten, die sich laufend verändern (z.B. Straßenbau) gibt es keine Dreimonatsgrenze. Hier beginnt täglich eine neue berufliche Auswärts-tätigkeit.
Siehe dazu auch '3-Tage-Vereinfachungsregelung'.
 
3-Tage-Vereinfachungsregelung
 
Oder auch Drei-Tage-Vereinfachungsregelung. Eine längerfristige berufliche Tätig-keit an derselben Tätigkeitsstätte ist erst dann gegeben, wenn der Mitarbeiter dort an mindestens drei Tagen in der Woche tätig ist. Solange die auswärtige Tätigkeits-stätte an nicht mehr als zwei Tagen in der Woche aufgesucht wird, beginnt die Drei-monatsfrist nicht.
Siehe dazu auch '3-Monats-Regel'.
 

A

 
Airportcode
 
siehe 3-Letter Code
 
AMADEUS
 
siehe GDS
 
Arbeitgeberbezahlte Geschäftsreisekosten
 
Geschäftsreisebezogene Kosten, die dem Unternehmen direkt in Rechnung gestellt und nicht über eine Reisekostenabrechnung erstattet werden. Dies können zum Beispiel Serviceentgelte für das Reisebüro, Kreditkartengebühren oder auch Flug- und Hotelkosten sein, die mit einer zentralen Reisestellenkarte bezahlt wurden.
 
Auswärtstätigkeit

Liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer aus beruflichem Grund außerhalb seiner Wohnung und seiner regelmäßigen Arbeitsstätte vorübergehend beruflich tätig ist.

B

 
Bahntix
 
Elektronisches Ticket der Bahn.
 
BIBE (Bahn Internet Booking Engine)
 
Das Großkundenportal der Deutschen Bahn. Damit können Dienstreisende ihre Bahntickets bis 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges selbst buchen und am Arbeitsplatz ausdrucken. Reisestellen und Sekretariate buchen zentral für andere Dienstreisen-de. Die BIBE zeigt automatisch den günstigsten Tarif an.
 
BIN (Bank Identification Number)
 
Die ersten 6 Stellen der 16-stelligen Kreditkartennummer. Wird zur Identifikation von Kreditkartendaten (Kartentyp und ausstellende Bank) innerhalb des Geldautomaten-Netzes verwendet.

Benchmark

Kontinuierlicher Prozess, der auf strukturierte Weise Produkte, Dienstleistungen und Methoden im eigenen Unternehmen und bei Wettbewerben untersucht und diese vergleicht, um Verbesserungsmöglichkeiten zu finden.
 
Buchungsklassen
 
Reservierungsklassen der Fluggesellschaften für First-, Business- und Economy-Class sowie für Full-Fare-Tarife.
 
Business Intelligence (BI)

Prozesse zur intelligenten Auswertung von Datenbanken bzw. Daten, um auf Basis der Ergebnisse Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen abzuleiten.
 

C

 
Card Verification Code (CVC)

Wird auch als Card Value Verification (CVV) bezeichnet. Ein 3- oder 4-stelliger Zahlencode auf der Rückseite von Kreditkarten, der insbesondere bei Internet-Zahlungen verwendet wird, um die Sicherheit der Kreditkarten-Transaktionen zu erhöhen.
 
Citycode
 
siehe 3-Letter Code
 
City Limit
 
Sofern es in einer Stadt keine Vertragshotels gibt, dürfen Mitarbeiter ihr Wunschhotel (Übernachtung und Frühstück) selbst buchen. Dafür müssen sie eine festgelegte Kostenhöchstgrenze sowie den vorgeschriebenen Buchungsweg einhalten.
Alternativ können pro Abteilung oder Mitarbeiter anstelle der starren Preisobergren-zen auch feste Ausgabenbudgets vorgegeben werden, die in der Regel zum Sparen anregen.
 
Co-Branded Cards
 
Die Co-Branding Cards werden von Unternehmen und Banken gemeinsam herausgegeben. Die Kreditkarten führen  zusätzlich zu dem Logo der Bank und / oder der Kreditkartengesellschaft noch ein weiteres Logo – beispielsweise von einem Unternehmen oder einer Vereinigung.
 
Company Card
 
siehe Zentrale Reisestellenkarte
 
Corporate Card
 
Wird auch als Walking Card bezeichnet. Eine personenbezogene, auf den Namen des Mitarbeiters (Reisenden) ausgestellte Firmenkreditkarte. In der Regel wird sie für Mitarbeiter ausgegeben, die geschäftlich unterwegs sind.
Rechnungsempfänger ist der Mitarbeiter, alternativ wird das Firmen- oder Privat-konto des Mitarbeiters belastet.
 
CRS (Computer Reservierungs System)
 
Meistens wird der Begriff Globales Distributionssystem (GDS) verwendet. Das Reservierungssystem wird von Reisebüros verwendet. Es handelt sich um ein vernetztes Informationssystem für den Zugriff auf Preise, Verfügbarkeiten und Buchungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit (Geschäfts-)Reisen, also für Flüge, Bahntickets, Hotels, Mietwagen, Fähren etc.
Siehe dazu auch 'GDS (Global Distribution System)'.
 

D

 
Debit Card
 
Eine Debit Card oder Debitkarte, die umgangssprachlich oft als EC-Karte bezeichnet wird, ist eine Zahlungskarte, bei der die Umsätze nach dem Kauf sofort dem Konto des Karteninhabers belastet werden, im Unterschied zu einer Kreditkarte. Dafür ent-fallen die Kreditkartengebüren.
Zum Buchen von Geschäftsreiseleistungen, im Besonderen für Flüge, könnte anstel-le einer Kreditkarte auch ein Debit Card Account als Reisestellenkarte eingesetzt werden.
 
Dienstreise

siehe Auswärtstätigkeit

Direkte Reisekosten

Sämtliche Aufwendungen einer Geschäftsreise, die mit einer Rechnung belegt werden können. Also Kosten für Transport (Flug, Bahn, Mietwagen etc.), Unterkunft (Hotel), Verpflegung, Tagungen, Buchungskosten u.s.w.
 
Drei Letter Code
 
siehe 3-Letter Code
 
Drei-Monats-Regel
 
siehe 3-Monats-Regel
 
Drei-Tage-Vereinfachungsregelung
 
siehe 3-Tage-Vereinfachungsregelung
 
DWH (Data Warehouse)
 
Eine Datenbank, in der Daten aus unterschiedlichen Quellen in einem einheitlichen Format zusammengefasst werden, um sie leichter weiterverarbeiten bzw. auswerten zu können. Auf Basis der Informationen aus dem Data Warehouse werden Daten-analysen vorgenommen und betriebswirtschaftliche Unternehmensentscheidungen getroffen.
 

E

 
Einsatzwechseltätigkeit

siehe Auswärtstätigkeit
 
Elektronisches Ticket
 
Auch Etix, die registrierte Marke der Lufthansa hat sich als Kurzform für das elektronische Ticket etabliert.
Der Passagier erhält keinen ausgedruckten Flugschein, für die Buchung kann als Identifikationsnachweis eine Vielfliegerkarte, Kreditkarte oder ein amtlicher Lichtbildausweis dienen. Die Karten- bzw. Ausweisnummer wird der Buchung zugeordnet.
Die Bordkarte und den Gepäckabschnitt gibt es wie gewohnt am Check-In-Automaten oder am Check-In-Schalter im Flughafen.
 
End-to-End
 
Der firmeninterne medienbruchlose Gesamtprozess von der Genehmigung und Buchung einer Geschäftsreise bis zu ihrer Abrechnung und Datenüberleitung.
 
ERP (Enterprise Resource Planning)
 
Bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, sämtliche Ressourcen wie Kapital, Per-sonal, Betriebsmittel, Material, Informations- und Kommunikationstechnik sowie IT-Systeme in Bezug auf den Unternehmenszweck rechtzeitig und bedarfsgerecht zu planen und zu steuern. Diese komplexe Aufgabe wird heutzutage fast ausschließlich von IT-Systemen übernommen.
 
ESS (Employee Self Service)
 
Oder auch Mitarbeiter-Selbstbedienung. Ein Web-basiertes Anwendungsprogramm oder eine mobile Anwendung, mit dem/der ein Mitarbeiter die Möglichkeit hat, zum Beispiel seine eigenen personalbezogene Daten selbst anzulegen, anzuzeigen und zu ändern, Genehmigungsprozesse zu starten, Reiseanträge und Reisekostenab-rechnungen zu erstellen, zu ändern und zu bearbeiten.
 

F

 
Fahrtätigkeit

siehe Auswärtstätigkeit
 
Fare
 
Bedeutet eigentlich Fahrpreis oder Beförderungsentgelt; gemeint ist hier aber der jeweilige Tarif.
 
Fee
 
Bedeutet eigentlich Gebühr, Preis, Vergütung, Provision; gemeint ist hier aber das Service-Entgelt.
 
Firmenkarte

siehe Zentrale Reisestellenkarte

G

 
GALILEO
 
siehe GDS
 
GDS (Global Distribution System, globales Reservierungssystem)
 
Dabei handelt es sich um internationale, weltweite computergestützte Vertriebs-systeme für Reiseleistungen, über die ein Reisebüro beispielsweise Flüge, Bahntickets oder Hotels bucht. Anbieter sind unter anderem Amadeus, Galileo oder Sabre.
 
Geschäftsreise

Jede betrieblich veranlasste Reise, zu der eine Reisekostenabrechnung erfasst wird. Als Geschäftsreisen können auch Fahrten zum ständigen oder wechselnden Arbeitsplatz sowie Fahrten ohne Ortswechsel abgerechnet werden.
 
Geschäftsreisebüro
 
Ein auf Firmenreisen spezialisiertes Reisebüro, das unter anderem für die Buchung von Flügen, Hotels, Mietwagen oder Bahntickets zuständig ist. Weitere Dienst-leistungen sind etwa die Beschaffung von Visa, ein Beschwerdemanagement oder die Reisekostenabrechnung. Geschäftsreiseanbieter, wie z.B. BCD Travel, führen eigene Büros oder sitzen im Haus ihrer Kunden (sog. Implants).
 
Geschäftsreisekosten
 
Werden auch als Geschäftsreiseausgaben bezeichnet. Sämtliche Kosten und Auslagen, die im Rahmen von Geschäftsreisen entstehen.
Alle Ausgaben, die über eine Reisekostenabrechnung geltend gemacht werden wie Kosten für Beförderungsmittel, Übernachtungen, Verpflegungspauschalen, Nebenkosten.
Ferner auch alle Kosten, die im Zusammenhang mit Geschäftsreisen stehen und dem Unternehmen direkt in Rechnung gestellt, jedoch nicht über eine Reisekostenabrechnung erstattet werden wie Serviceentgelte für das Reisebüro, Kreditkartenentgelte, Veranstaltungskosten.
 
Geschäftsreise-Management
 
siehe Travel Management (TM)
 
Geschäftsreisende

Beschäftigte eines Unternehmens, die innerhalb eines Jahres mindestens eine Geschäftsreise unternehmen.

H

 
Häufigkeit von Geschäftsreisen

Bezeichnet die jährliche Anzahl der Geschäftsreisen (Einzelreisen) je Geschäfts-reisendem.
 
Handling Fee
 
Das Reisebüro behält die Provision ein und berechnet dafür für jede Transaktion eine geringere Gebühr. Das Provisionsrisiko liegt dabei beim Reisebüro.
Siehe dazu auch 'Fee'.
 
Handy-Tracking
 
Oder auch Handy-Ortung. Damit ist die Möglichkeit gemeint, den Geschäftsreisen-den über sein Handy zu orten.
 
HRS (Hotel Reservation Service)
 
HRS ist Anbieter einer Website für die weltweite Buchung von Hotelzimmern, sowohl für Privatkunden als auch für Firmenkunden. HRS bietet ein elektronisches Hotel-Reservierungssystem mit über 250.000 Hotels aller Preiskategorien in 180 Ländern.
 

I

 
IBE (Internet Booking Engine)

siehe Online-Buchungssystem (OBE)
 
ICS (Internal Control System)
 
Oder auch Internes Kontrollsystem (IKS). Ein ICS besteht aus systematisch gestalteten technischen und organisatorischen Regeln, um die Einhaltung von Richtlinien im und die Abwehr von Schäden für das Unternehmen methodisch zu steuern und zu kontrollieren. Die Prinzipien des ICS sind:
 
  • Prinzip der Transparenz
    - für die Prozesse müssen Sollkonzepte etabliert sein
  • Prinzip der vier Augen
    - wesentliche Vorgänge sollen nicht ohne (Gegen-)Kontrollen bleiben
  • Prinzip der Funktionstrennung
    - vollziehende, verbuchende und verwaltende Tätigkeiten sollen nicht in einer
      Hand vereinigt sein
  • Prinzip der Mindestinformation
    - es sollen nur die für die Arbeit notwendigen Informationen verfügbar sein

 

Intensität von Geschäftsreisen

Bezeichnet den prozentualen Anteil der Beschäftigten in einem Betrieb, die mindestens eine Geschäftsreise innerhalb eines Jahres durchführen.
 
Indirekte Reisekosten
 
Hierbei handelt es sich um verdeckte Ausgaben, die oftmals nicht bedacht werden aber einen entsprechenden Aufwand verursachen.
Indirekte Reisekosten sind Prozesskosten, also Kosten für Personal, Planung und Buchung der Geschäftsreise, Einholen von Genehmigungen, Abrechnung und Controlling, Zinsen beispielsweise für Vorschüsse oder Vorauszahlungen, Kredit-karten, Software u.s.w.
 

K

 
Key Performance Indicator (KPI)
 
Oder auch Leistungskennzahl. Bezeichnet betriebswirtschaftliche Kennzahlen, mit deren Hilfe innerhalb einer Organisation der Fortschritt oder Erfüllungsgrad von wichtigen Zielsetzungen oder kritischen Erfolgsfaktoren gemessen bzw. ermittelt werden kann.
 
Kleinstbetriebe
Werden auch als Kleinstunternehmen bezeichnet. Es handelt sich dabei um Unter-nehmen, die weniger als 10 Personen beschäftigen.
 
KMU (Kleine und mittlere Unternehmen)
 
Unternehmen, die zwischen 10 und 250 Mitarbeiter haben. Der Begriff Mittelstand bezeichnet üblicherweise Unternehmen mit 10 bis zu 500 Beschäftigten.
 
KonTraG (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich)
 
Das KonTraG hat das Ziel, die Corporate Governance, also die Grundsätze der Unternehmensführung (= Rahmen für die Leitung und Überwachung von Unter-nehmen), in deutschen Unternehmen zu verbessern. Kern des KonTraG ist eine Vorschrift, welche die Unternehmensleitungen bestimmter Gesellschaftsformen dazu zwingt, ein unternehmensweites Risikofrüherkennungssystem einzuführen und zu betreiben.
Zusätzlich werden die Abschlussprüfer verpflichtet, die Einhaltung der neuen Vor-schriften besonders hinsichtlich Bestehen und Betrieb eines Risikomanagement-systems sowie der zugehörigen Maßnahmen im Rahmen der internen Revision zu prüfen.
 

L

 
Late arrival
 
Damit ist die Ankunft des Hotelgastes nach der 'normalen', üblichen Zeit gemeint, also in der Regel später als 18:00 Uhr.
 
Late check-out
 
Bezeichnet die Vereinbarung mit dem Hotel, das Zimmer am Abreisetag erst nach der 'normalen', üblichen Zeit zu räumen, also in der Regel später als 12:00 Uhr.
 
Lodged-Card

siehe Zentrale Reisestellenkarte

Low Cost Carrier (LCC)

Oder auch Low Fare Carrier. Fluglinien mit sehr günstigen Tarifen und stark reduziertem Service, die im allgemeinen Sprachgebrauch auch als no-frills (niedrige Preise keine Extras) Fluggesellschaften bezeichnet werden.
Der Fluggast bekommt hier keine Gratis-Tageszeitung oder Gratis-Mahlzeiten und Getränke. Getränke und Snacks werden nur noch zum Kauf angeboten und weitere Extras wie zum Beispiel Gepäckstücke oder Sitzplatzreservierungen können häufig gegen einen Aufpreis dazu gebucht werden.
 

M

 
Management Fee
 
Pauschale Vergütung eines Reisebüros für ein Unternehmen für geschäftsspe-zifische Dienstleistungen, die vertraglich festgelegt worden sind.
Siehe dazu auch 'Fee'.
 
Management Information System (MIS)
 
Mathematische und statistische Verfahren, um Daten aus diversen Quellen zu konsolidieren und daraus Kostenanalysen und Prognosen für das Travel Manage-ment und Controlling zu erstellen.
 
Mehrwertsteuer-Rückerstattung
 
siehe VAT Reclaim
 
Mittelstand
 
siehe Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
 

N

 
Nebenkosten
 
Darunter fallen sämtliche Kosten - abgesehen von Tickets sowie Pauschalen für Kilometer, Übernachtungen und Verpflegung -, die vom Mitarbeiter nach Antritt der Geschäftsreise verauslagt und in der Reisekostenabrechnung geltend gemacht werden. Beispielsweise Kosten für Gepäckaufbewahrung, beruflich veranlasste Telefongespräche, Internetgebühren, Mautgebühren oder Trinkgelder.
In der Steuererklärung können neben Tickets, Kilometer-, Übernachtungs- und Verpflegungspauschalen noch eine Reihe weiterer Aufwendungen rund um die Geschäftsreisen als Nebenkosten abgesetzt werden.
 
No-frills
 
Diese Bezeichnung wird bevorzugt im Flugverkehr verwendet. Gemeint sind damit Airlines, die nur ein minimales Serviceangebot haben, quasi Flüge ohne Nebenleistungen.
Siehe dazu auch 'Low Cost Carrier (LCC)'.
 
NVS (Neues Vertriebssystem)
 
NVS ist das 'Neue Vertriebssystem' der Deutschen Bahn. Mit der Einführung von NVS in den Reisezentren wird der Verkaufsprozess durch übersichtliche Masken und eine einfache Systembedienung erleichtert und beschleunigt.
 

O

 
Online-Buchungssystem
 
Oder auch Online Booking Tool (OBT), Online Booking Engine (OBE), Self Booking Tool (SBT) oder Internet Booking Engine (IBE).
Internetbasiertes, in der Regel kostenpflichtiges Programm, das es dem Kunden ermöglicht, eigenständig Reiseleistungen zu buchen: Flüge, Hotels, Mietwagen oder Bahnreisen. Bei der Online-Buchung entsteht kein wesentlicher zeitlicher Verzug zwischen der Entstehung und Verarbeitung der anfallenden (Buchungs-)Daten.
Ein Online-Buchungssystem bietet die Möglichkeit, den Einkauf und Verkauf von Reiseleistungen B2B zu steuern. Es basiert auf einer neutralen Einkaufsplattform und verfügt über variable Einstellmöglichkeiten für das Filtern und Strukturieren des Angebots entsprechend den Vorgaben des kaufenden Unternehmens.
 

P

 
Payment Card Industry Data Security Standard
 
Bei dem Payment Card Industry Data Security Standard (PCI bzw. PCI-DSS) handelt es sich um ein Regelwerk im Zahlungsverkehr in Bezug auf die Abwicklung von Kreditkartentransaktionen. Der Standard wird von allen wichtigen Kreditkartenorga-nisationen unterstützt.
Dienstleister, die Kreditkarten-Transaktionen speichern, übermitteln oder verarbei-ten, müssen die Regelungen erfüllen.
 
PNR (Passenger Name Record)
 
Oder auch Buchungscode. (Fluggast-)Datensatz, der im jeweiligen Computer-reservierungssystem (CRS) gespeichert ist und alle für die Reservierung und Ticket-ausstellung notwendigen Informationen für den/die betreffenden Passagier/e eines Buchungsvorgangs enthält. Der PNR kann eine oder mehrere Leistungen umfas-sen, für Flug-, Hotel- und/oder Mietwagenbuchungen.
 

R

 
Reason Code
 
Festgelegte Gründe, die vom Reisenden bzw. dem Reisebüro bei der Buchung der Reise ausgewählt werden können, sofern die Reiserichtlinie nicht eingehalten wird.
 
Reisekosten (direkte vs. indirekte)
 
Oder auch Prozesskosten.
Als direkte Reisekosten gelten im Besonderen die Kosten des Reiseeinkaufs (Flug, Hotel, Mietwagen, Bahn).
Die indirekten Reisekosten werden auch als 'Prozesskosten' bezeichnet. Sie umfas-sen sämtliche Aufwendungen, die im Rahmen der Prozesskette „Geschäftsreise“ entstehen – also Kosten bei der Reiseplanung, Reisebestellung, Bezahlung oder im Controlling (Buchungsgebühren, Kreditkartenkosten, Software, Management Fee etc.).
Siehe dazu auch 'Direkte Reisekosten' und 'Indirekte Reisekosten'.
 
Reisekostenabrechnung
 
Die Zusammenstellung der Kosten, die durch eine Geschäftreise für ein Unter-nehmen entstanden sind. Die Reisekosten setzen sich zusammen aus: Fahrkosten, Verpflegungsmehraufwendungen, Übernachtungskosten, Reisenebenkosten.
Die Rückerstattung von Auslagen und Aufwänden für beruflich veranlasste Reisen von Mitarbeitern durch ein Unternehmen erfolgt beispielsweise mit/ohne Antrags-, Genehmigungs- oder Prüfprozesse. Die Abwicklung kann entweder manuell mit vorgefertigten Formularen oder online mit dafür speziell entwickelten Programmen erfolgen.
 
Reiserichtlinie

Oder auch Reiseordnung oder Travel Policy. Unternehmensspezifische Vorgabe zur Abwicklung von Geschäftsreisen. Das Regelwerk legt fest, wie die Mitarbeiter ihre Dienstreisen planen, abwickeln und abrechnen sollen. Für verschiedene Mitarbeiter-gruppen gelten oft unterschiedliche Regelungen.
Eine Reiserichtlinie beinhaltet beispielsweise Definitionen zu wichtigen Begriffen, Festlegungen zum Geltungsbereich, Ablauf von Genehmigungsverfahren und Buchungsvorgängen, Bestimmungen zu den Transportmitteln.
 

S

 
SABRE
 
siehe GDS
 
Sarbanes-Oxley Act
 
Oder auch SOX, SarbOx oder SOA. Das Sarbanes-Oxley Act of 2002 ist ein US-Bundesgesetz, das - als Reaktion auf die Bilanzskandale verschiedener Unterneh-men – die Verlässlichkeit der Berichterstattung von Unternehmen, welche den öffentlichen Kapitalmarkt der USA in Anspruch nehmen, verbessern soll.
Das Gesetz hat zum Ziel, das Vertrauen der Anleger in die Richtigkeit und Verläss-lichkeit der veröffentlichten Finanzdaten von Unternehmen wiederherzustellen.

Das umfangreiche Gesetz betrifft verschiedene Aspekte der Corporate Governance (Grundsätze der Unternehmensführung), Compliance (Regelkonformität) und der Berichterstattungspflichten von Publikumsgesellschaften sowie der damit zusam-menhängenden Durchsetzung.
 
Siehe dazu auch: http://sarbanes-oxley.com
 
 
Self Booking Tool (SBT)
 
siehe Online-Buchungssystem
 
SLA (Service Level Agreement)
 
Oder auch Dienstgütevereinbarung. Die Vereinbarung von bestimmten Leistungen und messbaren Kriterien bei der Zusammenarbeit mit Dienstleistern, die regelmäßig überprüft werden sollten. Ggf. werden auch mögliche Konsequenzen bei Nicht-Erreichung bzw. bei Übererfüllung vereinbart.
 
Supplier
 
Oder auch Anbieter bzw. Leistungserbringer/Leistungsträger. Damit ist der Erbringer der Reisedienstleistungen gemeint, zum Beispiel eine Fluggesellschaft (Transport) oder ein Hotel (Unterkunft).
 

T

 
T&E
 
T&E hat folgende Bedeutungen:

- Travel & Expense ... Reisekosten und Auslagen, Dienstreisekosten
- Travel & Entertainment Expenses ... Reise- und Bewirtungskosten, Spesen
 
 
TCO (Total Cost of Ownership)
 
Oder auch Gesamtbetriebskosten. TCO ist ein Abrechnungsverfahren, um Unter-nehmen dabei zu unterstützen, alle anfallenden Kosten von Investitionsgütern wie zum Beispiel Software und Hardware in der IT abzuschätzen.
Das Ziel ist die Erstellung einer Abrechnung, die nicht nur die Anschaffungskosten, sondern zusätzlich auch alle Aspekte einer späteren Nutzung wie zum Beispiel Wartung und Energiekosten enthält.
 
Total Cost of Trip
 
Die Gesamtkosten einer (Geschäfts-)Reise, die über den Flugticketpreis hinaus-gehen und im Idealfall auch die Arbeitszeitkosten mit beinhalten.
 
Transaction Fee
 
Oder auch Transaktionsentgelt. Der mit dem Unternehmen vereinbarte Betrag, den ein Reisebüro für (jede) Transaktion - Buchung, Umbuchung, Stornierung - erhält.
 
Travel Arranger
 
Eine Person bzw. Abteilung im Unternehmen, die für andere online oder offline Buchungen vornehmen darf. Diese Aufgabe wird oft von Sekretariaten oder Assistenten wahrgenommen.
 
Travel Management (TM)
 
Wird auch als Geschäftsreise-Management bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Person oder Abteilung, die im Unternehmen alle strategischen und operativen Arbeiten für die Planung, Organisation und Kontrolle der Geschäftsreiseaktivitäten wahrnimmt.
 
Travel Management Company (TMC)
 
Reisebüroketten, die auf Geschäftsreisen spezialisiert sind.
Siehe dazu auch 'Geschäftsreisebüro'.
 
Travel Management System (TMS)
 
Ein in der Regel kostenpflichtiges System bzw. eine Software Suite, um die Ge-schäftsreisen und die damit verbundenen Tätigkeiten der Mitarbeiter eines Unter-nehmens zu regeln, zu koordinieren, zu vereinfachen und zu überwachen.
Ein effektives Travel Management System kann u.a. die Prozesskosten senken, die Durchlaufzeiten für die Beschaffung verkürzen und viele der Aufgaben, die traditio-nell von einem Travel Manager ausgeführt werden, übernehmen.
Siehe dazu auch 'Online-Buchungssystem' bzw. 'Internet Booking Engine (IBE)'.
 
Travel Manager
 
Mitarbeiter auf Kundenseite, der die strategischen und operativen Schritte für die Planung, Organisation und Kontrolle der Geschäftsreiseaktivitäten des Unter-nehmens durchführt.
 
Travel Policy
 
siehe Reiserichtlinie
 

V

 
Value Added Tax (VAT)
 
Die Umsatzsteuer (auch Vorsteuer oder Mehrwertsteuer genannt) ist eine indirekte Steuer, die auf jeder Wirtschaftsstufe vom Erzeuger bis zum Einzelhandel erhoben und letztlich vom Endverbraucher getragen wird.
 
VAT Reclaim
 
Oder auch Mehrwertsteuer-Rückerstattung. Die zunehmende Internationalisierung führt dazu, dass deutsche Unternehmen verstärkt ins Ausland reisen und dort tätig sind und daher auch mit ausländischer Umsatzsteuer belastet werden. Diese Steuer kann jedoch nicht wie bei inländischen Rechnungen im Rahmen der Umsatzsteuer-voranmeldung geltend gemacht werden.
Für eine erhebliche Anzahl von Ländern besteht allerdings die Möglichkeit, diese ausländische Umsatzsteuer im Rahmen des so genannten "Umsatzsteuervergü-tungsverfahrens" erstattet zu bekommen.
Verschiedene Unternehmen haben sich auf die zum Teil sehr komplizierten Prozes-se und Vorschriften zur Rückforderung der ausländischen Mehrwertsteuer aus EU und nicht EU Staaten spezialisiert. Sprechen Sie uns an, Numiga unterstützt Sie dabei.
 
VDR (Verband Deutsches Reisemanagement)
 
Der VDR vertritt als Geschäftsreiseverband die Interessen deutscher Wirtschafts-unternehmen hinsichtlich der Bedingungen für Geschäftsreisen und Mobilität. Der Verband will sich für wirtschaftliche, sichere, ungehinderte Reisemöglichkeiten für Unternehmen einsetzen. Der Dialog auf nationaler und internationaler Ebene hat für den VDR Priorität, die Professionalisierung des Geschäftsreisemanagements ist dabei ein Hauptziel.
 

W

 
Walking Card
 
siehe Corporate Card
 

Z

 
Zentrale Reisestellenkarte
 
Wird auch als Company Card bzw. Company Account (Firmenkarte) oder Lodged-Card bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Kreditkarte, die über ein Firmen-konto läuft und im Reisebüro hinterlegt wird. Mit ihr werden sämtliche Reiseleistun-gen eines Unternehmens wie Flüge, Bahn und Mietwagen, die für Geschäftsreisen gebucht werden, zentralisiert abgerechnet bzw. bezahlt.
 
Zusatzgebühren
 
Die Definition von Zusatzgebühren sollte Teil der Reiserichtlinie sein. Beispielsweise die Festlegung, welche Leistungen die Reisenden für welche Flüge buchen dürfen und welche nicht: Mahlzeiten auf Kurz- und Mittelstrecken, Gepäck, Sitzplatzreser-vierung etc.
Siehe dazu auch 'Reiserichtlinie'.
 
Zwei Letter Code
 
siehe 2-Letter Code